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SCHUTZKLEIDUNG |
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EN 14404(2005-2) Knieschutz EN 470-1 Schweißerschutz EN 531 Schutz für hitzeexponierte Industriearbeiter EN 13034 Typ 6 Chemikalienschutz EN 1149 elektrostatische Eigenschaften
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EN 14404(2005-2) Knieschutz
Knieschutz gehört zur persönlichen Schutzausrüstung Kategorie II im Sinne der Richtlinie 98/686/EWG. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Knieschutz bereitzustellen. Knieschutz muss der DIN EN 14404 entsprechen, und dies muss auch durch das CE-Zeichen gekennzeichnet sein.
DIN EN 14404(2005-2) legt Anforderungen an Knieschutz und an die entsprechenden Prüfmethoden fest. Der Knieschutz soll die auftretendenKräfte gleichmäßig verteilen und vor Schäden durch harte Gegenstände schützen. Der Knieschutz soll beim Knien und beim Bewegen des Knies an der vorgesehenen Position bleiben; gleichzeitig dürfen die zur Befestigung verwendeten Bebänderungen nicht den venösen Blutrückfluss im Bein beeinträchtigen.
Die DIN EN 14404 unterscheidet beim Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung vier Stufen: Typ 1: Knieschutz, der von der Kleidung unabhängig ist, bspw. Polster, die am Bein mit elastischen Bändern befestigt werden. Typ 2: Der Knieschutz wird mit bzw. in der Kleidung getragen. Die Polster werden in den dafür vorgesehenen Taschen der Arbeitshose befestigt oder sind dauerhaft mit der Hose verbunden. Typ 3: Dieser Schutz wird überhaupt nicht am Körper befestigt. Dabei handelt es sich um eine Art Auflage, die ein oder beide Knie schützt. Typ 4: Der Knieschutz ist mit Zusatzfunktionen ausgestattet, z.B. einer Aufstehhilfe oder Rollen.
Die Norm definiert zudem zwei Leistungsstufen. Stufe 1 gilt für Knieschutz bei Arbeiten auf ebenen Bodenoberflächen. Stufe 2 gilt für Arbeiten unter schwierigen Bedingungen wie z. B. beim Knien auf Steinen in Bergwerken und Steinbrüchen.
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EN 470-1 Schweißerschutz
Diese Kleidung schützt gegen kleine Metallspritzer (Schweißperlen) und gegen kurzzeitigen Kontakt mit Flammen. Schutzkleidung für Schweißen und ähnliche Verfahren, Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen. Diese Schutzkleidung brennt nicht weiter, wenn sie unbeabsichtigt mit einer Zündflamme berührt wird. Sie schützt den Träger gegen Metallspritzer beim Schweißen oder Schneiden, aber nicht unbedingt gegen größere Mengen von flüssigem Metall bei Gießarbeiten. Die Schweißerschutz-/Hitzeschutz-Kleidung selbst schützt nicht gegen elektrische Körperdurchströmung. Beim Lichtbogenschweißen sind geeignete isolierende Zwischenlagen vorzusehen, um den Kontakt des Schweißers mit elektrisch leitfähigen Teilen seiner Ausrüstung zu verhindern. Die isolierende Wirkung trockener Schweißerschutzkleidung wird durch Nässe, Feuchtigkeit oder Schweiß vermindert. Besonders sorgfältig ist beim Schweißen in engen Räumen darauf zu achten, dass sich die Luft nicht mit Sauerstoff anreichert. Hinweis auf elektrische Isolierung: Bei Lichtbogenschweißeinrichtungen können verfahrensmäßig nicht alle Teile, die Schweißspannung führen, vollständig gegen direktes Berühren geschützt werden. Die Isolierung muss deshalb durch Schutzausrüstung des Lichtbogenschweißers vervollständigt werden.
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EN 531 Schutz für hitzeexponierte Industriearbeiter
Parka: Getragen mit Artikel 5020 gelten die Schutzklassen: A, B3, C2
Code A = begrenzte Flammausbreitung Code B1- B5 = Schutz gegen konvektive Hitze Code C1- C4 = Schutz gegen Strahlungshitze
Schutzkleidung, die für den Schutz gegen kurzen Kontakt mit Flammen und wenigstens eine Art von Hitze vorgesehen ist. Die Hitze kann konvektiv, strahlend oder durch große flüssige Metallspritzer verursacht werden – oder in Kombination mit diesen Einwirkungen eintreten. Die Anforderungen an die begrenzte Flammausbreitung müssen immer erfüllt sein. Ein erhöhter Sauerstoffgehalt der Luft verringert den Schutz der Kleidung gegen Entflammen. Warnung: Die begrenzte Flammenausbreitung geht verloren, wenn die Kleidung mit entzündlichen Stoffen verunreinigt wird. Verschmutzte Kleidung kann zu einer Reduzierung des Schutzes führen.
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EN 13034 Typ 6 Chemikalienschutz
Schutzkleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung gegen die Einwirkung kleiner Mengen versprühter (flüssige Aerosole, Spray) oder verspritzter (mit niedrigem Druck auftreffende) Chemikalien geringer Gefährlichkeit. Keine vollständige Barriere gegen Flüssigkeitspermeation, da der Anwender bei Kontamination rechtzeitig geeignete Maßnahmen treffen kann. Die Schutzkleidung wird z.B. in der Chemie- und Erdölindustrie sowie der Labortechnik eingesetzt.
Das Material, aus dem diese Schutzkleidung besteht, erfüllt die lt. Norm festgelegten Prüfanforderungen an: - Abriebfestigkeit Klasse 4 > 1.000 Zyklen - Weitereißfestigkeit Klasse 5 > 100 N - Durchstichfestigkeit Klasse 4 > 60 N - Nahtfestigkeit Klasse 5 ≥ 300 N
Jede der Anforderungen wird in Leistungsstufen klassifiziert. Diese sind in der EN 14325, Prüfverfahren und Leistungseinstufung für Materialien, Nähte, Verbindungen und Verbünde erfasst.
- Flüssigkeitsabweisung (R = Repellency) - Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten (P = Penetation) Die Prüfungen von R und P erfolgen mit Referenzchemikalien H2SO4 (30 %ig), NaOH (10 %ig), o-Xylen (Lösungsmittel, unverdünnt), Butan-1-ol (Lösungsmittel, unverdünnt).
Leistungstufen: H2SO4 R = Klasse 3, P = Klasse 3 NaOH R = Klasse 3, P = Klasse 3
p-Xylen R = Klasse 2, P = Klasse 3 Butan-1-ol R = Klasse 2, P = Klasse 3
Klasse 3 = R ≥ 95 %, P < 1 % Klasse 2 = R ≥ 90 %, P < 5 % Klasse 1 = R ≥ 80 %, p < 10 %
Warnung: Der Schutz vor anderen Chemikalien ist zu prüfen. Die Kleidung schützt nicht vor Lösungsmitteln! Auf eine beschränkte Tragedauer ist zu achten. Wird diese überschritten, kann aufgrund der Isolation ein Hitzestress entstehen. Bei Kontamination der Kleidung mit Chemikalien ist beim Ausziehen Körperkontakt sowie Kontakt zur Unterbekleidung zu vermeiden. Um einen optimalen Schutz weiterhin zu gewährleisten, ist die kontaminierte Bekleidung umgehend fachgerecht zu reinigen. Vor jedem Gebrauch muss die Kleidung auf eventuelle Beschädigungen untersucht werden. Bei Zweifel soll die Kleidung sofort vernichtet und ersetzt werden.
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EN 1149 elektrostatische Eigenschaften
Messung des Abbaus elektrostatischer Ladung von der Oberfläche von Kleidungsmaterialien. Ladungsabbau = die Wanderung von Ladung über oder durch ein Material, wodurch die Ladungsdichte oder das Oberflächenpotenzial an dem Punkt, an dem sich die Ladung befand, verringert wird. Auf sichere Erdung z.B. durch leitfähiges Schuhwerk ist zu achten. (Durchgangswiderstand des Schuhes < = 10ex8) Vollständige Körperbedeckung (auch der darunter getragenen Kleidung), in Ex-Bereichen nicht ausziehen. Kleidung stets geschlossen tragen. Für den Einsatz in der Explosionszone 0 und für Gas/Dampfluftgemische der Explosionsgruppe IIC ist diese Kleidung nicht geeignet.
Es sind keine Änderungen an der Kleidung erlaubt, einschließlich das Anbringen von Logos.
Warnung: Die Wirkung gegen elektrostatische Aufladung lässt mit der Anzahl der Reinigungen und der Tragezeit und unter erschwerten Bedingungen nach. Die antistatische Ausrüstung ist nur während einer begrenzten Zeit wirksam.
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