Schutzhandschuhe

Was Sie über Handschuhe wissen sollten!

Es gibt für den gewerblichen Bereich für
Schutzhandschuhe 3 Kategorien von PSA, abhängig
vom Gefahrenpotential, gegen das sie schützen:

Klicken Sie auf die jeweilige Kategorie, um eine ausführliche
Erläuterung der Normen zu erhalten.

Kategorie 1:

Minimale Risiken
geringe Schutzanforderung

Kategorie 2:

Mittlere Risiken
PSA, die nicht den Kategorien 1 und 3 zuzuordnen sind, Schutz z.B. gegen mechanische Risiken

Kategorie 3:

Komplexe PSA
Schutz gegen tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden, z.B. zeitlich begrenzter Schutz gegen Schädigung durch Strahlung oder Chemikalien. Die Produkte werden mit Piktogrammen gekennzeichnet.


Kategorie 1

Schutzhandschuhe in der Kategorie 1 sind leichte Schutzhandschuhe, bei denen der Benutzer selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann, z.B. bei Haushaltsarbeiten, Witterungseinwirkungen und Sonnenstrahlen.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen.


Kategorie 2

sind Schutzhandschuhe gegen mittlere Risiken, die nach den Normen EN 388 auf Schutz gegen mechanische Risiken, sowie EN 374-2 auf Schutz gegen mikroorganische Risiken und EN 374-3 auf Schutz gegen chemische Risiken getestet worden sind, und bei denen der Benutzer die unmittelbare Wirkung abschätzen kann.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen.


Kategorie 3

sind Schutzhandschuhe gegen komplexe und irreversible Risiken, die nur einen zeitlich begrenzten Schutz bieten und wo der Verwender die unmittelbare Wirkung nicht rechtzeitig erkennen kann. Die Handschuhe sind wie für Kategorie 2 getestet, die Produktion oder die Produkte werden zusätzlich regelmäßig von einer in der Richtlinie benannten Stelle überprüft.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen und Kennummer der benannten Stelle.

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Der Test gemäß EN 388
(mechanische Risiken)
wird durch das Piktogramm und
die Leistungsstufen angegeben:

Abriebfestigkeit -
Schnittfestigkeit -
Weiterreißfestigkeit -
Durchstichkraft -
 
Der Test gemäß EN 374-2
gibt an, ob der Handschuh frei von Löchern und laut Definition in der Norm damit dicht gegen Mikroorganismen ist.
Es wird in der Fertigung auf AQL-Niveaus geprüft. Wenn angegeben bedeutet:

Leistungsstufe 1: AQL 4,0
Leistungsstufe 2: AQL 1,5
Leistungsstufe 3: AQL 0,65
 
Der Test gemäß EN 374-3
gibt an, wie lange der Handschuh gegen bestimmte Testchemikalien Schutz bietet
(Zeit zum Durchbruch):

min 10 Min. Leistungsstufe 1
min 30 Min. Leistungsstufe 2
min 60 Min. Leistungsstufe 3
min 120 Min. Leistungsstufe 4
min 240 Min. Leistungsstufe 5
min 480 Min. Leistungsstufe 6

Das Piktogramm „Chemikalienfestigkeit“ muss von einem dreistelligen Buchstabencode begleitet sein. Dieser bezieht sich auf die drei Chemikalien (aus einer Liste von zwölf definierten Standardchemikalien), für die eine Durchbruchszeit von mindestens 30 Minuten ermittelt wurde.  
Das Piktogramm „Geringe Chemikalienfestigkeit“ oder „Wasserdichtigkeit“ muss für die Handschuhe verwendet werden, die zwar den Penetrationstest bestehen, aber nicht bei mindestens drei Chemikalien der Definitionsliste eine Mindestdurchbruchszeit von 30 Minuten erreichen.  

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Buchstabencodes

Buchstabencode  Chemikalie  CAS-Nummer 
Methanol  67-56-1 
Aceton  67-64-1 
Acetonitril   75-05-8 
Dichlormethan  75-09-2 
Kohlenstoffdisulfid   75-15-0 
Toluol  108-88-3 
G   Diethylamin  109-89-7 
Tetrahydrofuran  109-99-9 
Ethylacetat  141-78-6 
n-Heptan  142-85-5 
Natriumhydroxid 40%   1310-73-2 
Schwefelsäure 96%   7664-93-9 

Das sagt Ihnen die Bezeichnung auf einem Handschuh


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AQL

AQL-Wert: Acceptable Quality Level
Verfahren zur Qualitätsbestimmung. Duch die DIN EN 455 wurde ein Dichtheitswert von 1,5 auf medizinische Einmalhandschuhe festgelegt.


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